
von Björn Hieber
Wo soll das Geld herkommen?
Die aktuelle Lage in unserem Land ist herausfordernd. Alles scheint komplex und ineinander verstrickt, doch ich möchte versuchen, die Dinge einmal auf das Wesentliche herunterzubrechen – so wie ich es als Unternehmer sehe.
Der Staat braucht Geld, damit er funktioniert. Dieses Geld kommt aus Steuern. Anständige Unternehmer sind sich dessen bewusst und zahlen gerne Steuern – aber nur, wenn Gewinne gemacht werden. Und genau hier beginnt die Diskussion: Was braucht es, damit Unternehmen Gewinne machen können?
Es ist simpel: Wenn Unternehmen wachsen, können sie ihren Mitarbeitenden bessere Gehälter zahlen. Das führt zu mehr Kaufkraft, die wiederum die Wirtschaft ankurbelt. Eine positive Spirale, die uns allen zugutekommt.
Doch was sehe ich, wenn ich mir die aktuelle politische Landschaft anschaue? Natürlich sind Mindestlohn, Umweltschutz und Migration wichtige Themen. Aber mir fehlt die langfristige Strategie, der klare Fokus auf das große Ganze. Es wirkt, als gäbe es keine Vision, die all diese Maßnahmen miteinander verbindet. Was wir brauchen, ist eine Politik, die den wirtschaftlichen Erfolg als Hebel versteht.
Eine funktionierende Wirtschaft schafft Handlungsspielraum – auch für die drängendsten gesellschaftlichen Probleme. Dafür braucht es Macher: Visionäre mit realistischen Zielen, die langfristig denken und mutig handeln.
Hier ein kleines Beispiel, bei dem ich politische Prinzipien als Unternehmer nur schwer verstehe: die Schuldenbremse. Niemand macht gerne Schulden, und ja, wir müssen an die Folgegenerationen denken. Doch um im notwendigen Tempo voranzukommen, braucht es manchmal eben Fremdkapital. Aus meiner Sicht geht es nicht darum, keine Schulden aufzunehmen. Es geht darum, sie klug einzusetzen, um nachhaltig etwas zu bewirken.
Ohne eine gesunde Wirtschaft werden wir weder soziale noch ökologische Herausforderungen meistern.
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