
Mittendrin im Leben mit dem ÖPNV im Landkreis
Viele Buslinien im Landkreis fahren stündlich. Für eine flexible Ergänzung sorgen die Rufbusse.
„Das ist schon eine geniale Sache“, beschreibt Kerstin Schubert das Mobilitätskonzept im Landkreis Kronach. Vor allem der Rufbus sorgt in Verbindung mit den festen Buslinien für ein hohes Maß an Flexibilität, das gerne in Anspruch genommen wird. Mit ihren Freundinnen ist die Neufangerin häufig in der Gruppe unterwegs und nutzt dabei nicht selten das Angebot des Landkreises. „Es muss sich keiner Gedanken machen wegen Fahrgelegenheiten, wir können alle gemeinsam fahren, es ist umweltschonend, unkompliziert und es ist vor allem auch verlässlich“, zählt Kerstin Schubert Vorzüge des Mobilitätssystems auf und freut sich bereits jetzt auf den nächsten Ausflug.
„Den Stundentakt gibt es mit unserem Mobilitätsangebot auf unseren wichtigsten Buslinien“, sagt Landrat Klaus Löffler. Die stärkste Linie fährt von Kronach aus über Wallenfels und Steinwiesen nach Nordhalben und fünfmal am Tag weiter nach Bad Steben, auch am Wochenende. Durchschnittlich 700 bis 800 Fahrgäste nutzen die Linie 1609 täglich. Ebenfalls im Stundentakt geht es nach Tettau, Teuschnitz oder Wilhelmsthal. Neu sind in dem Netz zwei Verbindungen, die auf Anhieb sehr gut angenommen werden. Die Linie 1454 zwischen Kronach und Coburg über Mitwitz und Ebersdorf bei Coburg fährt stündlich. Ebenso wurde eine Querverbindung nach Kulmbach eingerichtet, die sogenannte Campus-Linie. Sie hat in Kulmbach direkten Anschluss nach Bayreuth.
Bahn, Bus und Rufbus können im gesamten Gebiet des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg (VGN) mit einer Fahrkarte genutzt werden. Das macht es den Fahrgästen noch leichter, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. „Wir versuchen, an allen Stellschrauben, die wir haben, besser und bequemer für die Fahrgäste zu werden“, sagt Verkehrsplanerin Andrea Passauer. Zwei wichtige Punkte sind dabei die Umsteigemöglichkeiten und die weiteren Verbindungen in die entlegeneren Orte. Beides ist in dem Mobilitätskonzept mit bedacht. So ist am Bahnhof Kronach ein Knotenpunkt entstanden, an dem sowohl zwischen den Buslinien als auch zwischen Bus und Bahn umgestiegen werden kann. Von hieraus geht es weiter Richtung Küps, Wilhelmsthal, Nordhalben, Coburg oder Kulmbach. In dem zweiten Knoten in Pressig treffen sich die Linien nach Tettau und Teuschnitz. „Neben der regulären Umsteigezeit warten wir auch bis zu fünf Minuten auf verspätete Züge“, so Passauer.
Wenn es länger dauert, können die Fahrgäste einfach die nächste Verbindung nehmen – der Stundentakt macht´s möglich. Für alle, die nicht an den Achsen mit stündlichen Linien wohnen oder arbeiten, hat sich der Landkreis den Rufbus in einer neuen Form überlegt. „Mit unserem Mobilitätsangebot sind wir sehr breit aufgestellt. Wir ermöglichen damit allen Bürgerinnen und Bürgern nahezu in jedem Winkel des Landkreises ein hohes Maß an Mobilität“, verdeutlicht Landrat Klaus Löffler. Dieses Angebot macht den Landkreis Kronach einmalig. Fast 500 Haltestellen werden von den Rufbussen angefahren und das zum Preis einer normalen Fahrkarte. „Wir haben die Zahl der Haltestellen verdoppelt und fahren sie bei Bedarf zwischen 6 und 23 Uhr an – das schafft Flexibilität“, so Landrat Klaus Löffler.
Was muss ich tun, wenn ich einen Rufbus möchte?
- Anmeldung per Telefon 09261/678-678. Tag, Wunschzeit sowie Abfahrts- und Zielort und die Anzahl der Personen mitteilen, Telefonnummer angeben und danach erreichbar sein
- Spätestens eine Stunde vor gewünschter Fahrt anrufen, je früher, desto besser
- Das ausführende Verkehrsunternehmen teilt mit persönlichem Rückruf die genaue Abfahrtszeit mit
- Storno des Rufbusses bis 30 Minuten vor Abfahrt, spätestens aber bis 18 Uhr kostenlos möglich. Spätere Stornierungen oder das Nichterscheinen an der Haltestelle wird mit einem erhöhten Beförderungsentgelt von 30 Euro belegt.
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