
Präsentiert vom Goldenen Kreuz (gesponserter Beitrag)
Kämpferin für den Frieden
Sie war eine ganze besondere Coburger Frau und sogar einmal für den Friedensnobelpreis nominiert: Anna B. Eckstein. Nach ihrem Tod aber geriet sie jahrzehntelang in Vergessenheit. Ein echter Meilenstein Coburger Stadtgeschichte. In einer Zeit, in der Nationalismus und Kriege Europa prägten, erhob Anna B. Eckstein ihre Stimme für den Frieden.
Die 1868 in Coburg geborene aus bürgerlichen Verhältnissen stammende Eckstein zog 1884 nach New York, arbeitete zunächst als Kindermädchen und später als Lehrerin. 1897 übernahm sie die Leitung einer Sprachschule in Boston. Inspiriert von Bertha von Suttners Buch „Die Waffen nieder!“ und den Schrecken des spanisch-amerikanischen Krieges, engagierte sie sich ab 1898 aktiv in der Friedensbewegung Eckstein stieg zu einer Persönlichkeit der amerikanischen Friedensbewegung auf. Als Vizepräsidentin sammelte sie über eine Million Unterschriften, die sie 1907 der Zweiten Hager Friedenskonferenz überreichte.

Geschichten aus Coburgs Geschichte. Präsentiert vom Goldenen Kreuz, dem ältesten Gasthaus Coburgs. Erzählt von Stadtheimatpfl eger Christian Boseckert. Mehr Meilensteine in seinem Buch „Coburg. 55 Meilensteine der Geschichte“, erschienen im Sutton Verlag.

Shakshuka – ein Weltgericht zu Ehren der Friedenskämpferin Anna B. Eckstein. Für kurze Zeit auf der Karte vom Goldenen Kreuz.
Enttäuscht von deren Ergebnissen, startete sie auf eigene Kosten eine Petition zur Verhütung von Kriegen. Ihre Ideen sollten Grundlage für die geplante Dritte Hager Konferenz 1914 sein, die jedoch durch den Ersten Weltkrieg verhindert wurde. 1913 wurde Eckstein für den Friedensnobelpreis nominiert, die Auszeichnung ging jedoch an Henri Lafontaine. Zurück in Coburg setzte sie sich während des Krieges und danach weiter für den Frieden ein, oft gegen Kritik, unterstützte den Völkerbund und die Friedenspolitik von Gustav Stresemann. Sein Tod 1929 traf sie sehr. Der Aufstieg der Nationalsozialisten, gerade auch in ihrer Heimatstadt Coburg, führten zum Verbot ihrer Schriften. Trotz Widerstands blieb Eckstein ihrer Überzeugung treu, bis die Nazis 1942 auch ihre Denkschriften untersagten. Sie starb 1947 in Coburg. Erst 1982 wurde ihr Werk wiederentdeckt. 1987 ehrte die Stadt Coburg sie mit einer Grünanlage und einer Gedenktafel, außerdem wird ihr Schaffen im Friedensmuseum in Meeder gewürdigt.

Stadtheimatpfl eger Christian Boseckert, Wirt und Küchenchef Markus Zimmer und Wolfram Hegen bei den Dreharbeiten zu „Meilensteine“.
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